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Ferienwoche Walchwil 2009
Unsere Tochter Nina ist 13 Jahr alt und seit 9 Jahren schwerst und mehrfach behindert. Unser grösster Wunsch war damals, sie nicht ins Pflegeheim geben zu müssen. Dank der grossen Unterstützung von lieben Menschen und nicht zuletzt auch der Pflegefachfrauen von der Kinderspitex plus, ist es uns bis heute gelungen, Nina daheim in der Familie zu pflegen. Auch wenn der Weg manchmal ein wenig steinig ist und es mit zunehmendem Alter wohl eher schwierig wird, übernehmen wir diese Aufgabe mit Freude! Dennoch unterschätzen wir wohl oft die "Belastung", welche wir nicht gerne Belastung nennen. Körper und Geist rufen nach einer Verschnaufpause. Um uns Ferien zu ermöglichen, Nina währenddessen in irgend ein Heim zu geben, wo sie keine Bezugsperson hat und sie nicht verstanden werden kann, wäre für uns unvorstellbar. Umso dankbarer sind wir für das Angebot der Stiftung und die Ferien in Walchwil! Im Besein ihrer vertrauten Spitexfachfrau kann Nina dort diese Woche geniessen und wir sie vertrauensvoll loslassen. Denn nur unter diesen Bedingungen ist es uns möglich, diese kostbare Zeit zu nutzen, um neue Energie zu schöpfen. Nina durfte schon drei Mal teil nehmen und auch für sie ist es immer wieder eine besondere Woche. Mit einem tollen Verwöhnprogramm von Aktivität bis Entspannung, welches sich ganz individuell nach ihren Bedürfnissen richtet. Bei uns steht diese Woche ganz im Zeichen der Partnerschaft und der Familie. Auch Ninas Bruder geniesst es sehr, seine Eltern einmal für sich alleine zu haben. Wir verbringen diese Zeit mit Aktivitäten, die zusammen mit Nina einfach nicht möglich wären - aber eigentlich sind es oft "Kleinigkeiten" und Lebensgefühle, wie Spontanität, welche diese Woche für uns so einzigartig macht. Schuhe anziehen - Türe zu - und das Haus verlassen... ohne sich davor tausend Fragen stellen zu müssen. Für uns ist diese Auszeit unbezahlbar! Auch wenn wir uns bis zum Ende der Ferienwoche gegenseitig vermissen, tut es uns allen gut und auch Nina kommt immer ganz entspannt und zufrieden nach Hause zurück. Familie Marti Erlebnisbericht 2008Ferienwoche Walchwil 2008 Zum vierten Mal führte die Kinderspitex plus eine Ferienwoche für behinderte und kranke Kinder durch. Die acht Kinder erlebten im Zentrum Elisabeth in Walchwil schöne Ferien. Die positiven Rückmeldungen von Eltern, Kindern und Pflegenden aus den letzten durchgeführten Ferienwochen führten dazu, dass auch dieses Jahr in Walchwil Ferien geplant und durchgeführt wurden. Das Zentrum Elisabeth ist ein idealer Ferienort, das Konzept hat sich sehr gut bewährt. Jedes Kind wird von seiner persönlichen Pflegefachfrau begleitet und während der ganzen Woche betreut, so wie das Kind es von zu Hause gewöhnt ist. Die Ferienwoche 2008 fand vom 27. September bis 4. Oktober 2008 statt. Auf dem vielfältigen Ferienprogramm standen unter anderem der Besuch im Tierpark Goldau, wo die Kinder Steinböcke, Rehe und andere Tiere hautnah erleben konnten sowie eine Clownfrau, die die Kinder mit viel Einfühlungsvermögen mit den kleinen Dingen des Lebens erfreuen konnte. Die Seifenblasen konnten den Kindern herzhaftes Lachen entlocken. Für alle Kinder bedeutete die Ferienwoche grosse Abwechslung zu ihrem Alltag, ohne auf die professionelle Pflege verzichten zu müssen. Ein kleiner, gelähmter Junge antwortete auf die Frage, worauf er sich am meisten freue: "Einfach mit Barbara (seiner Pflegefachfrau) hier zu sein!" Für die Pflegefachfrauen war es auch eine gute Gelegenheit, die Kinder viel besser kennen zu lernen und Fähigkeiten zu entdecken, die nur im Rahmen einer so intensiven und engen Beziehung sichtbar werden. Diese Erfahrungen werden die Beziehungen stärken und vertiefen. Erlebnisbericht 2007Ferienwoche Walchwil 2007
Auch dieses Jahr durften sechs kranke oder behinderte Kinder der Kinderspitex plus eine unvergessliche Woche in Walchwil über dem Zugersee verbringen. Die Kinder wurden die ganze Woche von ihren persönlichen Pflegefachfrauen gepflegt. Eltern, die letztes Jahr ihr Kind noch mit schwerem Herzen abgaben, taten dies dieses Jahr schon mit viel Freude und Vertrauen. Wir nutzten das bezaubernde Herbstwetter, um am See die Enten und Schwäne zu füttern und zu flanieren, eine Schifffahrt zu machen oder den Tierpark Goldau zu erkunden. Die Kinder konnten unter den wachsamen Augen der Fachfrauen zu neuen Erfahrungen motiviert werden. So bestieg ein ängstliches Mädchen mit viel Überwindung, an der Hand seiner Fachfrau, den Turm auf dem Rigi. Oben angelangt rief sie immer wieder: "Wau, isch das schön!" Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Frau Karli und ihrer ausgebildeten Theapie-Hündin Julie. Sie widmeten sich an einem Nachmittag zwei schwerst behinderten Kindern, die sich zum Teil doch sehr von Julies Charme einwickeln liessen. Am Abend spielte Frau Karli auf ihrem Akkordeon für die ganze Gruppe. Die Kinderaugen glänzten mit den Augen der Fachfrauen oft um die Wette, und es bleiben Erinnerungen zurück, die uns Kraft und Energie in schwierigen Situationen geben werden. Wenn es einem dieser Kinder einmal nicht gut geht, kann es mit seiner Fachfrau in Erinnerungen schwelgen und sie können zueinander sagen: Weisch no? Sonia und Mario Bontognali Regionalkoordinatoren Erlebnisbericht 2006Ferienwoche Walchwil 2006
Sonia und Mario Bontognali Regionalkoordinatoren
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