Erlebnisberichte 2011

Aus dem Nebel in die Sonne

 

Unser Sohn Tim (bald 13 Jahre alt) ist ein ganz lieber. Er ist unser Ältester und trotz schwerer Cerebralparese ein Sonnenschein. Darum geben wir ihn in den Ferien auch ungern weg. Aber die Herbstferien gehören traditionell unseren beiden Töchtern, 11 und 6 Jahre alt. Es wird für uns immer schwieriger für Tim einen Ferienplatz zu finden, da er mit seinem Tracheostoma professionelle Pflege braucht.

Eigentlich hatten wir die Hoffnungs schon aufgegeben. Aber irgendwie machte meine Frau die Adresse von der Kinderspitex plus aus: Was für eine glückliche Fügung. Schon bei der Einführung in unserem Haus fassten wir volles Vertrauen in die Pflegefachfrau, welche für Tim zuständig sein sollte. Am Anreisetag war schönstes Wetter, aber über dem Zugersee waren noch Nebelschwaden und so fuhren wir in Walchwil den Berg hinauf  zum Hotel - und aus dem Nebel in die Sonne. Auch sinnbildlich. Leider waren wir zu spät für die Begrüssungsreden. Nach einer Stunde verliess der Papi das Hotel schon wieder – mit einem guten Gefühl.

Die anschliessenden fünf Tage in Barcelona genossen wir in vollen Zügen. Hin und wieder tauschten wir eine SMS oder eine MMS – aber eher zurückhaltend. War auch nicht nötig. Wir wussten, dass es Tim gut ging  und konnten richtig abschalten.

Beim Abholen hatte sich er Nebel aus Walchwil verzogen, die Sonne auch. Es war stürmisch und kalt. Egal. Wir schlossen unseren gutgelaunten Tim wieder in unser Herz.

Der Aufenthalt von Walchwil war von Anfang bis Ende von einem guten Gefühl geprägt. Wir danken allen Verantwortlichen für die tolle Idee und den Einsatz. Gäbe es ein Internet-Portal: Wir würden es zu 100% weiterempfehlen!

Familie H. 

 

 

Ausflug ins Grüne

 

An einem Tag gingen wir mit der ganzen Gruppe zum "Brötle". Eine Gruppe machte sich bereits am Morgen auf den Weg und wanderte vom Zugerberg zum Walchwiler Berg. Ein weiterer Teil der Gruppe wurde zur Feuerstelle chauffiert, um rechtzeitig ein Feuer bereit zu haben.

Später kamen auch noch drei Kinder, die davor Physiotherapie hatten, mit ihren Bezugspersonen hinterher. Grillierte Wurst und Gemüse, sowie Brot und Früchte schmeckten an der frischen Luft einfach super. Sogar grillierte Schoggibananen gab's!

Nach dem feinen Zmittag konnten einige Kinder ein Mittagsschlöfli auf Wolldecken geniessen....

Am Ende rochen alle wie ein Rauchwürschtli. Dieser Tag war wirklich ein tolles Erlebnis für uns alle!

 

Renate Romeo, Regionalkoordination Kanton AG

  

 

 

Stimmen aus dem Mitarbeiterteam

 

"Die Woche war toll, aufregend, interessant, erfreuend, anstrengend, freundschaftlich, lässig, sonnig, überraschend, einfach super!!!"

 

 "Perfekte Vor-Organisation! Super Zusammenarbeit vor Ort. Offener, loyaler Umgang. Unterbringung und Service im Zentrum Elisabeth beeindruckend positiv! Reibungslose Ausflüge, bestes Herbstwetter.

Besonders wertvoll empfinde ich diese Woche für die Beziehung zwischen Kind und Bezugsperson!"

 

"Ich empfand die Woche in Walchwil als Edellager, schöne Zimmer, feines Essen, das spezielle Essen für die Kinder mit speziellen Bedürfnissen wurde mit viel Liebe zubereitet. Auch die Mithilfe der beiden "Praktikantinnen" hat uns die Arbeit enorm erleichtert."

 

 "Hohe Professionalität, Kameradschaft, Solidarität, Anpassungsfähigkeit, viel Spass gehabt, viel gelacht, es war einfach wunderbar und lehrreich!"

 

 

Und hier noch ein Rückblick auf die Ferienwoche in Liedform!

 

 

Erlebnisbericht 2010

Walchwil – eine Ferienwoche der besonderen Art

 

Unsere 15-jährige Tochter mit Mehrfachbehinderung durfte dank der Kinderspitex plus eine wunderschöne, abwechslungsreiche Ferienwoche in Walchwil verbringen. Die beiden Geschwisterkinder (10 und 12 Jahre) und wir Eltern erlebten ebenfalls Ferien der besonderen Art.

Unsere „kleine Grosse“ ist inzwischen ein Teenie und hat Wünsche und Bedürfnisse wie andere Kinder auch. Aufgrund ihrer Mehrfachbehinderung ist unsere Tochter ständig auf Unterstützung und Betreuung anderer angewiesen. So schätzt sie es sehr, wenn sie unabhängig von Mami und Papi etwas unternehmen kann. Die Pflegefachfrauen betreuen die Kinder der Kinderspitex plus mit viel Herzlichkeit und Freude.

Eine Woche vor der bevorstehenden Ferienwoche in Walchwil kam von meinem Mann spontan die Idee, mit unseren beiden jüngeren Kindern für ein paar Tage in die Wellnessferien zu verreisen.

Ich musste mich erst an die Idee gewöhnen, doch die Kinder strahlten so um die Wette, dass es auf der Hand lag, beziehungsweise in den strahlenden Kinderaugen zu lesen war: „Ja, wir nutzen die Möglichkeit, das erste Mal Ferien zu viert anstatt zu fünft zu verbringen.“

Im Wissen, dass unsere Tochter in Walchwil bestens betreut ist und sie die 1:1 Betreuung durch die Fachfrau(en) der Kinderspitex geniesst, konnten wir neue Energie für den Alltag tanken, den Geschwisterkindern uneingeschränkte Aufmerksamkeit schenken, die Partnerschaft pflegen, die Spontaneität geniessen,….und diesmal wurde für uns das Wort  „Ferien“ seiner  Bedeutung gerecht!

Es war für uns zu Beginn nicht einfach, die Wellnesstage als nicht „komplette Familie“ zu geniessen. Es war so merklich ruhig, ungewohnt - dass sich beide Elternteile gleichzeitig auf den Liegen ausruhen durften, das Essen sich nur auf das eigene Essen konzentrierte, nur sich selber die Zähne zu putzen und sogar der Kaffee  in aller Ruhe trinken können. Dies alles sind keine Selbstverständlichkeiten im Alltag mit unserer ältesten Tochter.

Doch die Dankbarkeit, welche uns die Geschwisterkinder entgegenbrachten, zeigte uns, von welcher grosser Bedeutung es ist, dass auch Geschwisterkinder die volle Aufmerksamkeit der Eltern bekommen, sie sie brauchen, schätzen und geniessen!

Als wir unsere Tochter, welche  sich bei verschiedenen Aktivitäten wie: einer Schifffahrt auf dem Zugersee, bei einem tollen Liedernachmittag mit Christian Schenker, einer Visite im Tierpark Goldau, auf dem Pilatus oder auch beim Besuch eines Zauberers, rundum wohl fühlte, wieder in die Arme schliessen durften, wussten wir, dass es Ferien waren, welche für alle Familienmitglieder lange in besonderer Erinnerung bleiben werden!

Danke Kinderspitex plus!

Familie S.

Erlebnisbericht 2009

Ferienwoche Walchwil 2009

 

Unsere Tochter Nina ist 13 Jahr alt und seit 9 Jahren schwerst und mehrfach behindert. Unser grösster Wunsch war damals, sie nicht ins Pflegeheim geben zu müssen. Dank der grossen Unterstützung von lieben Menschen und nicht zuletzt auch der Pflegefachfrauen von der Kinderspitex plus, ist es uns bis heute gelungen, Nina daheim in der Familie zu pflegen. Auch wenn der Weg manchmal ein wenig steinig ist und es mit zunehmendem Alter wohl eher schwierig wird, übernehmen wir diese Aufgabe mit Freude!

Dennoch unterschätzen wir wohl oft die "Belastung", welche wir nicht gerne Belastung nennen. Körper und Geist rufen nach einer Verschnaufpause.

Um uns Ferien zu ermöglichen, Nina währenddessen in irgend ein Heim zu geben, wo sie keine Bezugsperson hat und sie nicht verstanden werden kann, wäre für uns unvorstellbar. Umso dankbarer sind wir für das Angebot der Stiftung und die Ferien in Walchwil! Im Besein ihrer vertrauten Spitexfachfrau kann Nina dort diese Woche geniessen und wir sie vertrauensvoll loslassen. Denn nur unter diesen Bedingungen ist es uns möglich, diese kostbare Zeit zu nutzen, um neue Energie zu schöpfen.

Nina durfte schon drei Mal teil nehmen und auch für sie ist es immer wieder eine besondere Woche. Mit einem tollen Verwöhnprogramm von Aktivität bis Entspannung, welches sich ganz individuell nach ihren Bedürfnissen richtet.

Bei uns steht diese Woche ganz im Zeichen der Partnerschaft und der Familie. Auch Ninas Bruder geniesst es sehr, seine Eltern einmal für sich alleine zu haben. Wir verbringen diese Zeit mit Aktivitäten, die zusammen mit Nina einfach nicht möglich wären - aber eigentlich sind es oft "Kleinigkeiten" und Lebensgefühle, wie Spontanität, welche diese Woche für uns so einzigartig macht. Schuhe anziehen - Türe zu - und das Haus verlassen... ohne sich davor tausend Fragen stellen zu müssen.

Für uns ist diese Auszeit unbezahlbar!

Auch wenn wir uns bis zum Ende der Ferienwoche gegenseitig vermissen, tut es uns allen gut und auch Nina kommt immer ganz entspannt und zufrieden nach Hause zurück.

Familie Marti

Erlebnisbericht 2008

Ferienwoche Walchwil 2008

Zum vierten Mal führte die Kinderspitex plus eine Ferienwoche für behinderte und kranke Kinder durch. Die acht Kinder erlebten im Zentrum Elisabeth in Walchwil schöne Ferien.  Die positiven Rückmeldungen von Eltern, Kindern und Pflegenden aus den letzten durchgeführten Ferienwochen führten dazu, dass auch dieses Jahr in Walchwil Ferien geplant und durchgeführt wurden. Das Zentrum Elisabeth ist ein idealer Ferienort, das Konzept hat sich sehr gut bewährt. Jedes Kind wird von seiner persönlichen Pflegefachfrau begleitet und während der ganzen Woche betreut, so wie das Kind es von zu Hause gewöhnt ist.

Die Ferienwoche 2008 fand vom 27. September bis 4. Oktober 2008 statt. Auf dem vielfältigen Ferienprogramm standen unter anderem der Besuch im Tierpark Goldau, wo die Kinder Steinböcke, Rehe und andere Tiere hautnah erleben konnten sowie eine Clownfrau, die die Kinder mit viel Einfühlungsvermögen mit den kleinen Dingen des Lebens erfreuen konnte. Die Seifenblasen konnten den Kindern herzhaftes Lachen entlocken.

Für alle Kinder bedeutete die Ferienwoche grosse Abwechslung zu ihrem Alltag, ohne auf die professionelle Pflege verzichten zu müssen. Ein kleiner, gelähmter Junge antwortete auf die Frage, worauf er sich am meisten freue: "Einfach mit Barbara (seiner Pflegefachfrau) hier zu sein!" Für die Pflegefachfrauen war es auch eine gute Gelegenheit, die Kinder viel besser kennen zu lernen und Fähigkeiten zu entdecken, die nur im Rahmen einer so intensiven und engen Beziehung sichtbar werden. Diese Erfahrungen werden die Beziehungen stärken und vertiefen.
Brigitte Beeli
Geschäftsführerin, Leiterin Pflegedienst

Erlebnisbericht 2007

Ferienwoche Walchwil 2007

 

Auch dieses Jahr durften sechs kranke oder behinderte Kinder der Kinderspitex plus eine unvergessliche Woche in Walchwil über dem Zugersee verbringen. Die Kinder wurden die ganze Woche von ihren persönlichen Pflegefachfrauen gepflegt.

Eltern, die letztes Jahr ihr Kind noch mit schwerem Herzen abgaben, taten dies dieses Jahr schon mit viel Freude und Vertrauen.

Wir nutzten das bezaubernde Herbstwetter, um am See die Enten und Schwäne zu füttern und zu flanieren, eine Schifffahrt zu machen oder den Tierpark Goldau zu erkunden.

Die Kinder konnten unter den wachsamen Augen der Fachfrauen zu neuen Erfahrungen motiviert werden. So bestieg ein ängstliches Mädchen mit viel Überwindung, an der Hand seiner Fachfrau, den Turm auf dem Rigi. Oben angelangt rief sie immer wieder: "Wau, isch das schön!"

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Frau Karli und ihrer ausgebildeten Theapie-Hündin Julie. Sie widmeten sich an einem Nachmittag zwei schwerst behinderten Kindern, die sich zum Teil doch sehr von Julies Charme einwickeln liessen. Am Abend spielte Frau Karli auf ihrem Akkordeon für die ganze Gruppe.

Die Kinderaugen glänzten mit den Augen der Fachfrauen oft um die Wette, und es bleiben Erinnerungen zurück, die uns Kraft und Energie in schwierigen Situationen geben werden.

Wenn es einem dieser Kinder einmal nicht gut geht, kann es mit seiner Fachfrau in Erinnerungen schwelgen und sie können zueinander sagen: Weisch no?

Sonia und Mario Bontognali

Regionalkoordinatoren

Erlebnisbericht 2006

Ferienwoche Walchwil 2006


Zum zweiten Mal konnte die Kinderspitex plus, dank einer grosszügigen Spende, sechs kranken oder behinderten Kindern eine ganz besondere Ferienwoche in Walchwil im Zentrum Elisabeth bieten.
Der grosse Erfolg dieser Ferienwoche besteht darin, dass jedes Kind von der Pflegefachfrau begleitet wird, die es auch zu Hause, in der Familie, pflegt. So haben die Eltern volles Vertrauen und können ihre Lieblinge entspannt in die Hände unserer Fachfrauen geben und die Kinder geniessen es natürlich, mal so richtig viel Zeit mit ihnen verbringen zu können.
Durch die gute Infrastruktur des Zentrums Elisabeth und den herzlichen und hilfsbereiten Umgang miteinander konnten die Kinder mit ihren Fachfrauen sieben wunderschöne und bereichernde Tage erleben.
Ausflüge standen an der Tagesordnung, wie zum Beispiel Rehli füttern und streicheln im Tierpark Goldau, Schifffahrten auf dem Vierwaldstädtersee, Enten füttern am Zugersee (wobei natürlich auch die Kinder nicht zu kurz kamen) und sogar eine Fahrt auf die Rigi.
Noch eindrücklicher aber waren die ganz kleinen Dinge. Wie zum Beispiel der klare, glückliche Blick von Severine als die Rehe ganz nahe zu ihr kamen. Die Ausgelassenheit von Simon, das Lachen von Silvan oder auch nur der grosse Appetit von Almir.
Eine Woche weit weg vom Alltagsstress, wie in einer grossen Familie, geprägt von Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit, bleibt in unseren Erinnerungen zurück. Erinnerungen, die uns und die Kinder noch lange begleiten und in manch schwieriger Situation wieder Kraft und Energie geben werden, um die Hürden des Alltags zu meistern und positiv in die Zukunft zu schauen.

Sonia und Mario Bontognali

Regionalkoordinatoren

Kinderspitex plus
Im Römerquartier 4a
4800 Zofingen

Tel. 062 797 42 72
Fax 062 797 82 88
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